Samstag, 16 Juni 2018 13:00

Explosion und Brand in Radstadt: Bundesländerübergreifende Katastrophenschutz-Übung

Eine großangelegte Katastrophenschutz-Übung fand am Samstag in Radstadt, Ortsteil Mandling (Pongau) statt. Übungsannahme war eine Explosion mit anschließendem Gefahrgutaustritt bei einem Automobil-Zulieferer.

Durch eine Explosion unbekannter Ursache, war es zu einer Leckage an einem Gefahrgut-Kesselwaggon im Umlagerbereich der Firma gekommen. Der Gefahrguttransporter war mit giftigem "Toluylendiisocyanat" (UN-Nummer: 2078) beladen. Nach der ersten Lageerkundung durch den örtlich zuständigen Feuerwehrkommandanten der FF Mandling-Pichl wurde die Alarmierung des Gefährlichen-Stoffe-Stützpunktes des Bezirkes Liezen (FF Liezen-Stadt) veranlasst.

Unmittelbar nach dem Eintreffen des Gefahrgutzuges konnten den Einsatzkräften weiterführenden wichtige Informationen des ersten Trupps unter Schutzstufe II, welcher in der Zwischenzeit die Erkundung und erste Maßnahmen zum Auffangen des austretenden Stoffes im Umlagerbereich vorgenommen hatte, geliefert werden.

Aufgrund der Eigenschaften, welche das angenommene Gefahrengut besitzt, war die Verwendung von CSA-Schutzanzügen (Schutzstufe III, umluftunabhängig, höchste Schutzstufe im Feuerwehrdienst) nötig. Somit rüsteten sich nach der ersten Einsatzbesprechung der Gruppen- und Schadstoffzugskommandanten drei Kameraden des GSF-Stützpunktes Liezen aus. Währenddessen traf auch der Gefahrengutzug des Bezirkes Pongau (FF Schwarzach i.P.) ein. Deren Aufgabe war die Errichtung der Dekontaminationsstrecke für die eingesetzten Schutzanzugträger.

„Bei der Übung wurde insbesondere die landesübergreifende Zusammenarbeit der Einsatzkräfte geübt, die im Rahmen der Übung hervorragend funktioniert hat“, freut sich Pongaus Bezirksfeuerwehrkommandant Robert Lottermoser. Weiters stand auch die Nutzung des Digitalfunks, welcher in Salzburg erst 2017 Einzug nahm, im Mittelpunkt. Dieser erleichtert die länderübergreifende Kommunikation der Feuerwehren, aber auch jene mit dem Roten Kreuz ungemein.

Neben knapp 240 Männern und Frauen der Feuerwehr (darunter auch zahlreiche Offiziere des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg und der Feuerwehrbezirke Pongau und Liezen, waren auch rund 60 Mitglieder des Roten Kreuzes, 3 Notärzte, Vertreter der Behörden und der Landeschemiker des Landes Salzburg anwesend.

Ein besonderer Dank gilt der Firma Adient GmbH für die zur Verfügungstellung des Firmenareals und die Ermöglichung einer solchen Großübung!

 

> zum Beitrag des ORF-Landesstudio Salzburg

> weitere Bilder aus der Bilddatenbank des Landes Salzburg

Bilder: FF Schladming / HBI Sieder

  • Eingesetzte Fahrzeuge: MZFA, GSF, MTFA

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